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Widrige Umstände

Widrige Umstände

Widrige Umstände

Klebrig, zäh und temperaturempfindlich – der Rohstoff für eine Lackproduktion hat überhaupt nichts gemein mit der späteren Strahlkraft eines brillanten Farblacks. In der Folge kämpfte auch die vorhandene Füllstandmessung seit Jahren in dem Rohstofftank mit diesen Widrigkeiten. Erst mit der Installation eines Radarfüllstand-Messgerätes mit einer Signalfrequenz von 80 GHz wurden Schwierigkeiten bei der Messung gelöst.

Bildquelle: Vega

Lacke bringen Farbe in alle Facetten des Lebens. Dabei ist Farbe für viele Anwender nur ein schöner Nebeneffekt. In erster Linie schützen Lacke vor Verwitterung bei Wind und Wetter sowie Verunreinigungen. Auch der Schutz vor Korrosion spielt eine wichtige Rolle, wenn man beispielsweise an Ölplattformen denkt, die Wind und Wetter trotzen müssen.

Die Herstellung von Lacken erfordert viel Fingerspitzengefühl. Bei DSM Coating Resins Spain, S.L. war man nicht besonders glücklich mit einer Messstelle in einem Lagerbehälter, der Polyol enthält – einen wichtigen Rohstoff für die Herstellung von Lacken auf lösemittelhaltiger Basis. Das klebrige Gel wird beim Abkühlen fest und verursacht starke Anhaftungen. Daher wird der Tank in der Regel auf 60 bis 80 °C temperiert.

Dennoch verkleben alle Komponenten in kürzester Zeit. Der genaue Füllstand ist nicht nur aus Sicherheitsgründen relevant. Die gelagerte Menge ist auch ein wichtiger Faktor für die Bereitstellung von Rohstoffen. Wenn es um das Thema Füllstandmessung geht, setzt DSM seit vielen Jahren auf die Expertise der Firma Vega. Seit etwa zehn Jahren verwendet man die unterschiedlichsten Sensoren aus dem Vega-Sortiment. An der Technologie schätzt DSM vor allem die Lebensdauer der Geräte und deren leichte und intuitive Bedienung. Und vor allem die Bereitschaft, immer wieder gemeinsam eine Lösung zu suchen, hat das DSM-Team beeindruckt.

Daher zögerte man nicht lange und bat um Hilfestellung bei der Verbesserung der Messung am Standort in Parets. Zu klebriges Produkt Bisher wurde der Füllstand über Differenzdruckmessung gemessen. Dabei kam es immer wieder zu Messfehlern. Generell ist die Differenzdruckmessung bei Tanks mit stark anhaftenden Medien nicht ideal. Man benötigt zwei Öffnungen, oben und unten am Tank, die bei Anhaftungen per se schwierig sind. Der untere Sensor ist dem Medium ausgesetzt und dementsprechend beansprucht.

Erschwerend kommt hinzu, dass der untere Sensor nicht einfach im laufenden Prozess ausgetauscht werden kann, da hierfür der Tank entleert werden müsste. So sind gerade die Reinigung und Wartung extrem aufwändig und kostspielig. Dennoch versuchte man bei DSM zunächst, mit verschiedenen Maßnahmen die Messstelle so anzupassen, dass eine zuverlässige Messung möglich war. Man isolierte unter anderem noch einmal den Stutzen, um den Druck zu kompensieren, der durch Stickstoff verursacht wird. Letztendlich aber erfolglos.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserem E-Paper.

 

 

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Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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