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Leser feiert 200. Geburtstag

Leser feiert 200. Geburtstag

Am 16. März 2018 hat die Firma Leser ihren 200. Geburtstag gefeiert. An diesem Datum im Jahr 1818 machte sich der in Klosterneuburg bei Wien geborene Georg Wittmann in Hamburg als Gelbgießer selbständig. Seine adoptierten Söhne Georg, Theodor, Ferdinand und Wilhelm Leser führten die Firma nach seinem Tod 1870 als Gebr. Leser G. Wittmann Nachfolger fort.

Mit inzwischen mehr als 800 Mitarbeitern ist die Hamburger Firma mit ihren Produktionswerken in Hohenwestedt Deutschland, Paithan Indien und Tianjin China nach eigenen Angaben “der größte Hersteller von Sicherheitsventilen in Europa und eines der führenden Unternehmen weltweit”. Alle großen Unternehmen in den Branchen Chemie, Petrochemie, Technische Gase, Öl- und Gasförderung, Maschinenbau sowie in der Lebensmittel- und der Pharmaindustrie setzen heute Sicherheitsventile der Marke Leser ein.

In Hohenwestedt produziert Leser derzeit über 100.000 Sicherheitsventile pro Jahr. Die Fertigungswerke in Pathain und Tianjin versorgen mit 25.000 gefertigten Ventilen die lokalen Märkte in Indien und China. Die Produktion von Leser, so die Angaben des Unternehmens, sei gekennzeichnet durch eine hohe Fertigungstiefe. Von großer Bedeutung ist hier vor allem ein hoher Automatisierungsgrad, um mittels positiver Skaleneffekte eine wirtschaftliche Fertigung sicherzustellen.

Leser ist ausschließlich auf Sicherheitsventile spezialisiert, aber kein fertiges Produkt gleicht dem anderen. Im Gegensatz zu gängigen Industriearmaturen sind Sicherheitsventile abhängig von den Einsatzbedingungen der verschiedenen Anlagen wie abzuführendem Massenstrom, Ansprechdruck, Temperatur, Medium aber auch den Einbaubedingungen wie Materialien oder Verrohrungen. Mit seinen Produkten und Services will das Unternehmen Lösungen für alle Bedarfsfälle bieten – egal ob Großprojekte, MRO (Maintenance Repair and Overhaul) Anfragen oder eine Auslieferung innerhalb von 24 h mit der Notfalllieferkette „FastTrack“.

Bereits seit Jahrzehnten investiert Leser den Großteil seines Gewinns in die Weiterentwicklung des Unternehmens. Die umfangreichsten Investitionen der letzten Jahre waren der Aufbau des Fertigungs- und Vertriebsstandortes in Tianjin (6 Mio €), der Ausbau des deutschen Produktionsstandortes Hohenwestedt (7,3 Mio €) und der Neubau des Leser-Kontors als Firmensitz in Hamburg (22 Mio €). Zusammen mit dem Ausbau der internationalen Vertriebskanäle wird mit diesen Maßnahmen die Basis für den weiteres Geschäftswachstum in neuen Märkten und mit neuen Produkten gelegt. Damit schaut Leser nicht nur auf eine 200-jährige Firmengeschichte zurück, sondern ist auch für die Zukunft bestens aufgestellt.

Gleichzeitig stellt sich das Unternehmen aber auch den aufkommenden Themen der Digitalisierung und der Industrie 4.0, angefangen bei der Auswahl und dem Einkauf eines Sicherheitsventiles, über den eigentlichen Betrieb bis hin zu Wartung und des Asset Managements. Die Kunden nutzen schon heute die Web-Services, wie Auftragsstatus, Zugang zu Zertifikaten, Ventilbezogene Stücklisten, EDI-Anbindung oder die Software-unterstützte Auslegung von Sicherheitsventilen.

Was bedeutet den nun Digitalisierung aber für die Überdruckabsicherung von Anlagen der Verfahrens- und Prozesstechnik? Sicherheitsventile sind das letzte Glied in der Kette. Anlagenbetreiber verlassen sich auf deren rein mechanische Funktion auch dann, wenn beispielsweise die Stromversorgung einer Chemiefabrik ausfällt. Auf den Kundenveranstaltungen der Achema 2018 in Frankfurt und bei den Experience Days im September in Hamburg möchte Leser diese neuen Themenfelder der Überdruckabsicherung gemeinsam mit Kunden und internationalen Vertretern der Branche diskutieren.

 

 

 

Quelle: LESER

Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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