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J.D. Neuhaus legt Fokus auf pneumatisch betriebene Kettenhebezeuge

J.D. Neuhaus legt Fokus auf pneumatisch betriebene Kettenhebezeuge

Pneumatisch angetriebene Kettenhebezeuge sind auf dem Vormarsch. Das Unternehmen J.D. Neuhaus hat es verstanden, geprägt von den extremen Bedingungen des Bergbaus und der Öl- und Gasindustrie, diese Antriebstechnologie auf die Einsatzbedingungen von vielen weiteren Industrien und Branchen anzupassen. So setzt die Lebensmittelindustrie auf Hygiene und Sauberkeit. Die Chemie- und Pharmaindustrie vor allem auf den Explosionsschutz. Die Bauindustrie auf extreme Robustheit. Nur dieser kleine Ausschnitt aus dem Branchenportfolio von J.D. Neuhaus zeigt die Diversität der Einsatzgebiete von pneumatisch angetriebenen Kettenhebezeugen.

Das aus Anwendungen in den unterschiedlichen Branchen erworbene Wissen ist die Basis für Produktentwicklungen und die Fertigung bei J.D. Neuhaus

Vor allem der US-amerikanische Hebezeugmarkt macht es schon vor. Dort spielt Druckluft als Antriebsmedium bereits eine viel größere Rolle als es hier in Europa der Fall ist. Andre Rohde, Vertriebsleiter von J.D. Neuhaus aus Witten, beschreibt die Situation so: „Bei Kundenbesuchen in Deutschland müssen wir aktuell noch sehr viel Aufklärungsarbeit leisten. Ist diese jedoch erledigt, so versteht nahezu jeder potenzielle Betreiber, warum der pneumatische Antrieb für seinen Einsatzfall prädestiniert ist.“ J.D. Neuhaus setze auf innovative und qualitativ hochwertige Produkte, die, wenn nötig, sich auch auf die Anforderungen des zukünftigen Betreibers in unterschiedlichen Branchen anpassen lassen.

Verschiedene Eigenschaften sprechen für die Nutzung von pneumatisch betriebenen Hebezeugen. So erlaubt das Antriebsmedium Druckluft eine feinfühlige Dosierung der Hub- und Senkgeschwindigkeit. Dies wird in den J.D. Neuhaus-Produkten durch die Verwendung von Präzisionsventilen für eine genauere Steuerung der Luftzufuhr ermöglicht. In der Quintessenz profitiert der Betreiber beim Handling von schweren Lasten. Diese Merkmale prädestinieren Drucklufthebezeuge für Anwendungen, in denen eine millimetergenaue Positionierung der Last unumgänglich ist. Hierzu gehören z. B. der Teilewechsel an Messmaschinen in der Automobilzulieferindustrie, die Montage einer Schiffsschraube auf der Antriebswelle oder der Vorrichtungswechsel bei Werkzeugmaschinen.

Von Natur aus robust

Das Wissen aus der lokalen vergangenen Bergbau-Ära des Ruhr­gebiets ist heute die Basis für die Weiterentwicklungen des pneumatischen Antriebs, der sich optimal auf neue Einsatzbedingungen modifizieren lässt. Denn genau dort waren die Geräte den widrigsten Bedingungen ausgesetzt – seien es Staub, explosionsgefährdete Atmosphären oder extrem feuchte Umgebungen.

Da Luft keine Funken erzeugen kann, verfügen Drucklufthebezeuge serienmäßig über Ex-Schutz. Somit ist ein Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen für die Lösungen von J.D. Neuhaus immer möglich.

Auch raue Umgebungsbedingungen können einem Druckluft­hebezeug von J.D. Neuhaus wenig anhaben. Da die Bauweise auf einem offenen System basiert, werden Schmutz oder Wasser einfach von der Luft aus dem Inneren ausgeblasen. Somit kann das Gerät einwandfrei weiter Lasten bewegen. Selbst unter extremen Einsatzbedingungen unter Tage, unter Wasser oder bei -45 °C bewegen die Hebezeuge des Herstellers zuverlässig Lasten von Kunden in mehr als 90 Ländern.

Die Mini Reihe ist die kleinste und kompaktestee pneumatische Lösung von J.D. Neuhaus mit Tragfähigkeiten von 125, 250 sowie 500 und 980 kg

Die neu entwickelte „JDN Mini FoodGrade“-Reihe ist ein Beispiel wie J.D. Neuhaus seine Geräte für die heutigen Anforderungen der Industrie weiterentwickelt hat. Die mit Edelstahlkomponenten ausgestattete FoodGrade-Reihe verbindet alle Merkmale des Antriebes anschaulich um in der Lebensmittel-, Chemie- oder Pharmain­dustrie eingesetzt werden zu können. Während herkömmliche elektrisch angetriebene Geräte mit Kurzschlüssen oder Korrosion, die durch die Einsatzbedingungen entstanden sind, zu kämpfen haben, sind diese äußeren Bedingungen für den JDN Mini FoodGrade kein Problem. Simon Brose, Head of R&D bei J.D. Neuhaus, beschreibt das Hebezeug so: „Der Mini FoodGrade zeigt, welche Potenziale der Druckluftantrieb hat. Reinigungsprozesse mit Hochdruckreinigern und aggressiven Reinigungsmitteln sowie auch die hohe Luftfeuchtigkeit in der Lebensmittelindustrie setzen herkömmlichen elektrischen Geräten stark zu. Mit den verwendeten Materialen und dem pneumatischen Antrieb haben wir ein optimales Produkt zusammen mit unseren Kunden entwickelt.“ So würden schon international agierende Fleischereien oder Lebensmittelverarbeiter vermehrt auf die Lösungen von JDN setzen.

Nicht nur reinigt die Abluft das Gerät, der Antrieb ist so entwickelt, dass sie auch kühlt. Somit bieten alle Geräte von JDN standardmäßig eine Einschaltdauer von 100 Prozent, ohne dass es zur Unterbrechung des Anlagenbetriebs aufgrund von Abkühlphasen des Hebezeugs kommen muss. Dem Einsatz in einem getakteten Dreischichtbetrieb oder ein permanenter Einsatz des Hebezeugs steht somit nichts im Wege.

Des Weiteren zeichnen sich Drucklufthebezeuge von JDN durch ihre kompakten Abmessungen, ihr kurzes Hakenmaß und ihr geringes Eigengewicht aus. Demzufolge lässt sich das Hebezeug problemlos mobil z. B. bei Montageaufgaben nutzen. Das kompakte Design schafft ferner die Voraussetzungen für den Einsatz in Applikationen mit geringem Bauraum. Derartige Umfeldbedingungen sind z. B. vielfach in Produktionshallen über vorhandenen Maschinen oder im Big-Bag-Handling anzutreffen.

Da die Hebezeuge aus Witten auf reiner Mechanik und Pneumatik basieren, lassen sie sich einfach an die jeweilige Applikation anpassen. Dies gilt z. B. für die Länge des Steuerschlauchs. Aufgrund des über viele Jahre erworbenen Know-hows in Sachen Drucklufthebezeuge ist J.D. Neuhaus darüber hinaus in der Lage, Lösungen für spezielle Aufgaben zu realisieren. Nichts Ungewöhnliches sind daher für den Hersteller auf den Betreiber ausgerichtete Lösungen, die individuell an die Problemstellungen angepasst werden. So konnten in der Vergangenheit, um nur einige Beispiele zu nennen, weltweit Projekte für Lackieranlagen, Papierhersteller sowie Kläranlagen oder Energiebetreiber zusammen mit dem jeweiligen Betreiber entwickelt und umgesetzt werden.

J.D. Neuhaus macht es möglich, Lösungen individuell an den Einsatzfall anzupassen – hier eine 80-Tonnen-Kranlösung auf einer Bohrinsel

Inbetriebnahme, Service und Wartung

Aber nicht nur in Sachen Anwendungsvielfalt kann ein Drucklufthebezeug punkten, sondern auch bezüglich Inbetriebnahme sowie Service und Wartung. Ein Kunde von J.D. Neuhaus formulierte es auf den Punkt gebracht so: „Luft drauf und das Hebezeug funktioniert.“ Dies bedeutet für den Anwender von JDN-Hebezeugen, dass innerhalb von Minuten das Gerät einsatzbereit montiert sein kann.

Um die Voraussetzungen für eine möglichst lange Produktlebensdauer, hohe Sicherheit und geringe Total-Cost-of-Ownership zu schaffen, spielt die Wartung eine wichtige Rolle. Ein Druckluft-Kettenzug lässt sich einfach vom Druckluftnetz trennen. Aufgrund des modularen Aufbaus und der geringen Anzahl an Bauteilen sind die Hebezeuge aus dem Hause J.D. Neuhaus einfach zu warten. Das Servicepersonal kann auf die wenigen mechanischen Komponenten problemlos zugreifen. Viele Wartungsarbeiten wie das Fetten der Motorkammer, der Austausch der Kettenführung und der Austausch der Motoreinheit lassen sich beim JDN Mini jetzt „am Haken“ durchführen – ohne das Hebezeug abzuhängen. Dies spart Zeit, steigert die Arbeitssicherheit und reduziert massiv die Ausfallzeiten der Produktionslinie. Eine smarte Neuerung im Bereich „Wartung“ hat der Hersteller bei der JDN Mini Reihe realisiert. Per JDN-Service-App hat der Anwender mit einem Smartphone über einen in die Serviceklappe integrierten NFC-Tag oder via QR-Code Zugang zu den Bedienungsanleitungen und Zertifikaten. Sicherlich ist dies nur der Anfang des pneumatischen und an sich rein mechanischen Antriebs, in der digitalisierten und smarten Welt.

Der Arbeitssicherheit zugutekommt noch ein weiteres Merkmal der JDN-Produkte. Restkapazitäten im Druckluftbehälter ermöglichen ein gefahrloses Absetzen der Last bei einem unvorherseh­baren Anlagenstillstand.

Die weltweit etwa 200 JDN-Mitarbeiter beschäftigen sich jeden Tag damit, den pneumatischen Antrieb und dessen Eigenschaften weiter zu entwickeln. Und dabei helfen sie jeden Tag Menschen in einer digitalisierten und nachhaltigen Welt, Lasten zu bewegen – und das bereits seit dem Jahr 1745. Winfried Bauer

Quellen: Winfried Bauer, Chefredakteur der Zeitschrift f+h (Text), J.D. Neuhaus (Fotos)

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Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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