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VDMA: 2024 startet verhalten - Trendwende erwarten

Industriearmaturen spüren schwindende Nachfrage

27.02.2024
von Redaktion VERFAHRENSTECHNIK
Vor dem Hintergrund der weiter verhaltenen Konjunktur in Deutschland und Europa sehen sich die Industriearmaturenhersteller mit einer Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert. (Bild: Oksana Kuznetsova DneprShutterstock.com)

Die Branche der Industriearmaturen hat trotz widriger Rahmenbedingungen das Jahr 2023 gut gemeistert. Nach einem erfreulichen Jahresanfang trübten sich im Jahresverlauf 2023 jedoch zusehends die Perspektiven ein. Insgesamt wurde ein Umsatzplus von nominal drei Prozent erzielt.

Der VDMA sieht neben dem nominalen Umsatzplus eine Besserung des Inlandsgeschäft um vier Prozent. Der Auslandsumsatz nahm dagegen nur um ein Prozent zu. Preisbereinigt entspricht das Umsatzwachstum von drei Prozent einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bürokratie und Fachkräftemangel belasten

„Das Umsatzwachstum im Jahr 2023 ist – ähnlich wie im Vorjahr – vor allem der Inflation geschuldet. Vor dem Hintergrund der weiter verhaltenen Konjunktur in Deutschland und Europa sehen sich die Industriearmaturenhersteller mit einer Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert“, erläutert Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Armaturen, die aktuelle Lage. „Während Anfang 2023 die Auftragsbücher noch gut gefüllt waren, ging die Zahl der Bestellungen gegen Ende des Jahres zurück. Unsere Mitglieder leiden zudem unter einem Übermaß an Regulierung und bürokratischen Hemmnissen. Der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal wird ebenfalls immer spürbarer.“

Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Armaturen: "Vor dem Hintergrund der weiter verhaltenen Konjunktur in Deutschland und Europa sehen sich die Industriearmaturenhersteller mit einer Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert.“

Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Armaturen: “Vor dem Hintergrund der weiter verhaltenen Konjunktur in Deutschland und Europa sehen sich die Industriearmaturenhersteller mit einer Vielfalt an Herausforderungen konfrontiert“

Trotz dieser Herausforderungen bieten die kommenden Monate auch Chancen. Vieles deutet darauf hin, dass sich im Verlauf des aktuellen Jahres die Inflation weiter abschwächt, was zu einer verbesserten Stimmung in der Industrie führen und der allgemeinen Konjunktur wieder Fahrtwind verleihen dürfte.

Grundsätzlich gut aufgestellt

„Grundsätzlich ist die Armaturenindustrie gut aufgestellt und bietet für Zukunftsthemen wie die Energiewende, Wasserstoff, sauberes Wasser und Kreislaufwirtschaft die richtigen Lösungen. In den kommenden Monaten werden die Unternehmen der Branche unter anderem die internationalen Leitmessen IFAT, ACHEMA und Valve World Expo hierzulande nutzen, um auf ihr vielversprechendes Angebotsportfolio aufmerksam zu machen. Wir rechnen vor diesem Hintergrund mit einem schwachen ersten Halbjahr mit Blick auf den Umsatz, setzen aber auf eine Besserung in der zweiten Jahreshälfte 2024. Für das Gesamtjahr 2024 kalkulieren wir aktuell mit einer Stagnation“, prognostiziert die Fachverbands-Geschäftsführerin.

Sicherheits- und Überwachungsarmaturen führen

Am besten schnitten 2023 erneut Sicherheits- und Überwachungsarmaturen mit einem nominalen Umsatzplus von sechs Prozent ab. Absperrarmaturen verbuchten ein Umsatzplus von vier Prozent. Regelarmaturen, die in den Vorjahren gute Ergebnisse eingefahren hatten, verzeichneten dagegen einen leichten Rückgang von ein Prozent. Während bei Absperr- und Regelarmaturen das Inlandsgeschäft besser verlief als das Auslandsgeschäft, punkteten Sicherheits- und Überwachungsarmaturen eher im Ausland. Der Ausblick ist bei Absperr- sowie bei Sicherheits- und Überwachungsarmaturen besser als bei Regelarmaturen. Insgesamt liegen die Auftragseingänge nach Zahlen des VDMA real vier Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

China verliert an Bedeutung

Nominal betrachtet konnten die Exporte der deutschen Armaturenhersteller im Jahr 2023 wieder Zugewinne verzeichnen. Insgesamt wurden Industriearmaturen im Wert von rund 5,1 Milliarden Euro ins Ausland exportiert. Das entspricht einem nominalen Anstieg von 5,2 Prozent im Vergleich zu 2022. Preisbereinigt kommt das jedoch einer Stagnation auf dem Vorjahresniveau gleich.

Die Ausfuhren in das wichtigste Abnehmerland China sind erneut gesunken. Nach einem Rückgang um 6,8 Prozent im Jahr 2022 ließen sie 2023 um weitere 1,5 Prozent auf 567,9 Millionen Euro nach. Das Exportgeschäft mit dem zweitwichtigsten Handelspartner USA knüpfte an die Erfolge des Vorjahres an und kletterte erneut um kräftige 11,6 Prozent. Die Ausfuhren lagen damit bei 537,3 Millionen Euro.

Die Exporte nach Frankreich zogen zeitgleich um 7,1 Prozent an. Das Land behauptete weiterhin Platz drei der wichtigsten Absatzmärkte mit einem Abnahmevolumen von 313,0 Millionen Euro. Mit einem beachtlichen Plus von 25,5 Prozent auf 180,4 Millionen Euro positionierte sich Tschechien auf Rang 10 der wichtigsten Abnehmer.

Quelle: VDMA (Aufmacherbild Oksana Kuznetsova DneprShutterstock.com)

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