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Herstellung von Impfstoffen und Blutplasma

Herstellung von Impfstoffen und Blutplasma

Die Firma GEA hat nach eigenen Angaben zahlreiche innovative Verbesserungen sowohl für die Blutfraktionierung als auch für die Impfstoffproduktion entwickelt und auf den Markt gebracht.

Die Fraktionierung von menschlichem Blutplasma liefert gereinigte und konzentrierte Proteine, aus denen dann Medikamente oder Impfstoffe entwickelt werden. Der Prozess der Blutplasmafraktionierung ist komplex und erfordert vertiefte Kenntnisse sowohl des Verfahrens als auch der spezifischen Ausrüstung, um hohe Ausbeuten in einem kostengünstigen Zeitrahmen zu erzielen.

Im Kampf gegen das Coronavirus zum Beispiel ist die Verabreichung von Antikörpern eine mögliche Behandlungsoption. Doch ob die Antikörperproduktion durch einen Impfstoff induziert wird oder ob sie aus Blutplasma gewonnen werden, eines haben beide Ansätze letztlich gemeinsam. Wenn die Laborarbeiten und klinischen Tests abgeschlossen sind, muss die Produktion im großen Maßstab beschleunigt werden, um die größtmöglichen Mengen herzustellen. Der Maschinen- und Anlagenbauer GEA hat langjährige Erfahrung in der Impfstoff- und Blutfraktionierung und ist bereit, Entwicklungen von Pharma- und Biotechnologieunternehmen schnell in marktfähige Verfahren und Systeme umzusetzen.

Technologie für die Blutplasmafraktionierung

Die Blutfraktionierung bezieht sich auf den Prozess der Trennung des aus Blut gewonnenen Plasmas in seine einzelnen Bestandteile. Plasma ist der flüssige Teil des Blutes und macht etwa 55 Prozent des Gesamtvolumens aus. Es besteht hauptsächlich aus Wasser und enthält geringe Mengen an gelösten Mineralien, Salzen, Eisen, Nährstoffen und Proteinen. Es dient als Transport- und Speichermedium für Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen).

Die Planung, Konstruktion und Installation einer integrierten Fraktionierungsanlage ist ein äußerst komplexes und anspruchsvolles Unterfangen. Es geht nicht nur um die einfache Verbindung verschiedener Einheiten, sondern erfordert auch die präzise Steuerung von Parametern wie pH-Wert, Ethanolgehalt und Temperatur. Ebenso wichtig ist der Einsatz geeigneter Virusinaktivierungsschritte sowie die vollständige Automatisierung und Validierung des gesamten Systems.

Mit Einzelmaschinen oder Modulen, die so kombiniert und automatisiert werden können, dass maximale Flexibilität, hohe Ausbeuten, effizienter und zuverlässiger Betrieb für eine lange Lebensdauer gewährleistet sind, ist GEA bestrebt, kundenorientierte Lösungen zu entwickeln und zu liefern.

Systeme für die Impfstoffproduktion

GEA bietet auch Mikroben- und Zellfermentationssysteme für die Impfstoffindustrie an. Als Anbieter eigenständiger modularer Technologien, die zu einer kompletten Produktionsanlage kombiniert werden können, basieren diese GEA-Lösungen auf umfangreichem Know-how in den Bereichen Zellkultursysteme, Zellseparatoren, Homogenisierungsanlagen und Filtrationseinheiten.

Darüber hinaus helfen die Sprüh- und Gefriertrocknungstechnologien, temperaturstabile Blutprodukte und Impfstoffzubereitungen zu entwickeln, die eine lange Haltbarkeit haben und keine Kühlung benötigen, wodurch sie leichter in schwer zugängliche und abgelegene Gebiete transportiert werden können.

GEA arbeitet seit vielen Jahren eng mit Impfstoffherstellern zusammen und ist aktiver Partner vieler anderer Unternehmen im DCVMN (Developing Countries Vaccine Manufacturers Network), um die sichere und zuverlässige Produktion kosteneffektiver Impfstoffe zu unterstützen.

Quellen: GEA (Text), Daniel Bödeker/Blickpunkt Photodesig (Foto)

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Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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