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Ein Produkt – zwei Anlagen

Ein Produkt – zwei Anlagen

Herstellung und Transport von Säuglingsnahrung

Säuglingsnahrung europäischer Hersteller genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Besonders aus Asien steigt seit einigen Jahren die Nachfrage nach Milchpulver. Um den wachsenden Bedarf zu decken, hat ein internationaler Hersteller am Produktionsstandort in den Niederlanden seine Produktion mit zwei Anlagen erweitert.
Derselbe Produzent, dasselbe Endprodukt – und zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Produktionsanlagen: Die örtlichen Voraussetzungen am Standort in den Niederlanden machten die verschiedenen Anlagenkonzepte erforderlich. So ist eine Anlage horizontal aufgebaut, bei der zweiten Anlage sind dagegen alle Elemente vertikal, also übereinanderliegend zu einem Turm, angeordnet. Beiden gemeinsam ist jedoch die erstklassige Qualität, die sie bieten und produzieren.

Bildquelle: Azo

2015 hat die erste von Azo geplante Anlage den Betrieb aufgenommen. Der Platz für ihren Aufbau war in vorgegebenen Grenzen von Beginn an definiert: Alle Komponenten mussten in einer bereits bestehenden Produktionshalle untergebracht werden. Eine Herausforderung für die Planer, denn die Deckenhöhe ist relativ niedrig. Die Lösung: Produktzugabe und Verarbeitung sind auf einer Ebene angesiedelt, auf einer Grundfläche von ca. 10 × 8 m2 stehen Entleerstationen und Mischturm nebeneinander. Um den Mischturm zu integrieren, der eine Grundfläche von 6 × 8 m2 und eine Höhe von ca. 25 m hat, wurde das Hallendach an einer Stelle geöffnet und das Gebäude an dieser Stelle nach oben erweitert.

Fahrerlose Transportsysteme

Bei der horizontal aufgebauten Anlage kommt ein fahrerloses Transportsystem (FTS) zum Einsatz, das von Azo anhand der gegebenen örtlichen Bedingungen individuell zugeschnitten wird. Das FTS bringt zunächst die Big-Bags auf die Bereitstellungsebene oberhalb der Dosieranlage. Dort werden in den Entleerstationen die Inhalte der Big-Bags direkt in Wiegestationen zudosiert und anschließend an eine Saug-Impuls-Förderung und eine Azo Multiair Förderung übergeben. Die beiden Dichtstrom-Fördersysteme übernehmen den Transport auf die Mischvorlagebehälter, die zur Kontrolle der Zugabemenge ebenfalls mit elektromechanischen Wiegezellen ausgerüstet sind.

Auch bei großen Chargen wird eine hohe Genauigkeit erzielt, kleinere Mengen werden grammgenau eingewogen und manuell über Einfülltrichter zugegeben. Ein Prozessleit- und Visualisierungssystem sowie die SPS steuern und überwachen die Gesamtanlage. Über eine ERP-Schnittstelle werden die Aufträge in Empfang genommen, abgearbeitet und zurück an das ERP-System vollständig dokumentiert.

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