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Ukraine-Krieg und Russland-Sanktionen schlagen auf Maschinen- und Anlagenbau durch

Ukraine-Krieg und Russland-Sanktionen schlagen auf Maschinen- und Anlagenbau durch

Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland werden sich deutlich auf den Maschinen- und Anlagenbau auswirken. Das ist das Ergebnis der 13. Blitz-Umfrage des VDMA am 2. und 3. März 2022 unter seinen Mitgliedsfirmen. Befragt nach den aktuellen Risiken rangiert der Krieg in der Ukraine mit 85 Prozent auf Rang zwei. Ganz oben auf der Sorgenliste steht die Entwicklung der Preise (93 Prozent), an dritter Stelle stehen zunehmende geopolitische Risiken im Allgemeinen (81 Prozent). Zudem dürften sich noch nicht überwundene Schwierigkeiten in den Lieferketten abermals verschärfen.

73 Prozent der knapp 550 Teilnehmer sehen infolge indirekter Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wie weiter steigende Energiepreise, allgemeine Kundenverunsicherung und Abwertung des Rubels gravierende oder merkliche Risiken für ihre Geschäfte. Gefragt nach direkten Auswirkungen der russischen Aggression sprechen 45 Prozent der Firmen von gravierenden oder merklichen Auswirkungen durch die Sanktionen, die Verschiebung von Projekten oder durch generell weniger Umsatz in Russland und in der Ukraine. „Für den Maschinen- und Anlagenbau ist die Geschäftstätigkeit mit Russland zwar nicht existenziell, aber die Unternehmen werden für den russischen Angriffskrieg, der durch nichts zu rechtfertigen ist, einen Preis zahlen müssen“, sagt VDMA-Präsident Karl Haeusgen.

Vorherrschendes Problem sind laut VDMA-Umfrage die gestörten Lieferketten. 32 Prozent der Firmen sehen sich hier mit gravierenden Schwierigkeiten konfrontiert, 42 Prozent sprechen von merklichen Behinderungen. Dabei dürften sich die aktuelle Kriegsentwicklung und deren Folgen noch gar nicht in diesem Urteil niedergeschlagen haben. Folgerichtig sind die befragten Firmen mit Blick auf die kommenden drei Monate in dieser Frage pessimistisch. Mit 53 Prozent erwartet die Mehrheit der Befragten eine Verschärfung der Schwierigkeiten in den Lieferketten, weitere 43 Prozent gehen von einer gleichbleibend angespannten Situation aus.

Dabei beschränken sich die Engpässe längst nicht mehr nur auf Elektronikkomponenten (52 Prozent „gravierend“, 28 Prozent „merklich“). Metallerzeugnisse rücken mit 10 Prozent „gravierend“ und 44 Prozent „merklich“ zunehmend in den Fokus. In der Folge haben inzwischen 82 Prozent der Unternehmen Rückstände in der Produktion. „Das zeigt, vor welch großen Herausforderungen die mittelständische Industrie auch in diesem Jahr steht“, sagt Haeusgen.

Immerhin: Gut drei Viertel der Unternehmen haben laut VDMA aus den jüngsten Erfahrungen gelernt und stellen ihre Lieferketten kritisch auf den Prüfstand. „Die meisten von ihnen möchten künftig ihre Versorgungssicherheit durch ein breiteres Lieferantennetzwerk, veränderte Beschaffungsprinzipien oder eine erhöhte Lagerhaltung gewährleisten“, so der VDMA. Auch eine andere geografische Verteilung der Lieferanten spiele in vielen Betrieben eine Rolle.

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