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Glosse: Der 1. April …

Aprilscherz: Warum, woher, weshalb

31.03.2024
von Redaktion VERFAHRENSTECHNIK

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Er ist wohl schon über 400 Jahre alt: der Aprilscherz. Gibt es eigentlich einen tieferen Sinn hinter diesem Brauch? Die Redaktion der VERFAHRENSTECHNIK hat ein bisschen recherchiert und stellt hier einige Ergebnisse vor. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Manche Gags altern wohl nie, so wie der Aprilscherz. Inzwischen hat sich dieser Brauch in Europa und den USA festgesetzt. Doch woher kommt der überhaupt und was ist der tiefere Sinn. Gibt es überhaupt einen? Die Redaktion der VERFAHRENSTECHNIK hat ein bisschen recherchiert und stellt hier einige Ergebnisse vor; ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ab wann das mit den Aprilscherzen los ging, ist nicht zweifelsfrei datiert. Auf jeden Fall wurde das „jemanden in den April schicken“ vor rund 400 Jahren das erste Mal in Bayern aufgeschrieben, genauer im Jahr 1618. Nun kann man denken, „die Bayern natürlich“ aber es gibt auch Quellen, die sagen, dass der Aprilscherz bereits im Jahr 1564 in Frankreich entstand. Damals erneuerte König Karl IX. den Kalender und verlegte Neujahr vom 1. April auf den 1. Januar. Lustige Zeitgenossen sollen aber weiterhin Einladungen zu einer Neujahrsparty im April verschickt haben und spotteten über jene, die anreisten. Nun ja, in der kurzen Zeit der Recherche ließ sich nicht zweifelsfrei feststellen, wer der Erste war oder ob sogar eines der beiden Erwähnungen nicht selbst ein Aprilscherz ist.

Bräuche zum 1. April, erfahren Sie HIER

Gesichert ist, dass sich die Menschen gemeinsam aber doch länderspezifisch unterschiedlich, in den April schicken. In Italien und Frankreich zum Beispiel, veralbern sich die Bewohner unter anderen mit sogenannten April-Fischen. Dies sind gebastelte Papiertierchen, die sie einander heimlich auf den Rücken kleben – am besten mit einem lustigen Spruch darauf. So wie damals in der Schule: Zettel mit „Ich bin ein Idiot“ geschrieben und dem Sitznachbar heimlich auf den Rücken geklebt. Allerdings war das das ganze Schuljahr über ein gern gesehener Scherz (bei den anderen Mitschülern). Den April Fools’ Day gibt es auch in den USA, ohne wirklich länderspezifische Besonderheiten. Natürlich auch die Engländer, mit ihrem typisch englischen Humor, machen fleißig mit. Zum Beispiel brachte ein britischer Fernsehsender eine Reportage über Spaghetti-Bäume und zeigte Menschen, die die langen Nudeln von den Ästen pflückten. Trotz des offensichtlichen Quatsches meldeten sich Zuschauer und fragten, wie man die Bäume anbauen kann …

Woher kommt´s? (hier klicken)

 Für die Aprilscherze gibt es unterschiedliche Erklärungen. Oft wird der Geburtstag des Judas genannt. Judas war wohl ein etwas unzuverlässiger Mensch, und weil er bekanntermaßen Christus verraten hat, würde man die Leute am 1. April auch täuschen. Hmmm, diese Begründung scheint mir nicht so richtig einzuleuchten, aber das ist ja auch schon ein paar Jahre her, wer weiß was da bei den Überlieferungen alles durcheinander kam. Andere Forscher meinen, das liegt am launigen Aprilwetter, das macht was es will – und dann können es auch Menschen machen. Übrigens ist in Italien die ganze Geschichte rein meteorologisch einen Monat früher. Die Italiener sagen Marzo pazzo dazu. Dort ist der März so wechselhaft, und die Italiener feiern in besonderer Weise den 1. März. Aber wohl weniger mit Aprilscherzen, was im März auch nicht passen würde. Im Engadin wird auch im März gefeiert. Hier erinnert man an den altrömischen Kalender, dort begann das Jahr nämlich am 1. März.

Sachliche Erklärung

Wikipedia meint: „Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, seine Mitmenschen am 1. April durch erfundene oder verfälschte, meist spektakuläre oder fantastische Geschichten, Erzählungen oder Informationen in die Irre zu führen. Aufgelöst wird der Schwindel meist mit dem Ruf `April, April´“. Dem ist grundsätzlich nichts hinzuzufügen, deswegen lasse ich es so stehen.

Auch in den Medien ist es leider üblich geworden, die Konsumenten durch glaubhaft klingende, erfundene Beiträge in den April zu schicken. Wir von der VERFAHRENSTECHNIK machen das übrigens nicht. Von uns erhalten Sie immer Informationen, die gesichert, nachgeprüft und wahrhaftig sind. In diesem Sinne: Lassen Sie sich nicht in den April schicken.

Autor: Guido Matthes, mit Material von wikipedia.org, swr.de (Werner Mezger) und geo.de (Annika Sartor) / Aufmacherbild: magele-picture – stock.adobe.com

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