Die Biomethananlage Mühlacker in Baden-Württemberg hat mit der Integration des Bio-Roxx-Moduls von Wangen Pumps die Substrataufbereitung grundlegend modernisiert.
Die 2007 als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Mühlacker gegründete Anlage verarbeitet Einsatzstoffe von rund 120 regionalen Lieferanten und erzeugt bis zu 5 MW Gasleistung sowie 2 MW elektrische Leistung bei einer jährlichen Kapazität von 30.000 Tonnen Frischmasse. Das Substratspektrum reicht von Maissilage über Gras und Rindermist bis hin zu Stroh, wobei der zunehmende Einsatz langfaseriger und störstoffhaltiger Materialien neue technische Anforderungen stellte. Die bisherige Feststoffzufuhr über Schnecken direkt in den Fermenter genügte diesen nicht mehr, weshalb der Betreiber auf Flüssigfütterung umstellte.
Homogenisierung und Störstoffabtrennung in einem System
Das Bio-Roxx-Modul kombiniert Homogenisierung und Störstoffabtrennung in einem System. Ein Rührwerk vermischt feste und flüssige Substrate zu einer pumpfähigen Masse, während ein aktiver Steinaustrag Fremdkörper vor dem Fermentereintrag entfernt. Zwei Module wurden zwischen Feststoffdosierer und Fermenter installiert. Feste Substrate gelangen über Schnecken in die Module, parallel fördern Exzenterschneckenpumpen vom Typ KL65 Gärreste als Flüssigphase zu. Die Abführpumpe KL80 transportiert das homogenisierte Gemisch in den Fermenter. Die Umrüstung erfolgte innerhalb von sechs Monaten ohne Betriebsunterbrechung. Die Ergebnisse zeigen eine gesteigerte Methanausbeute, gleichmäßigere Fermentation und reduzierte Sink- und Schwimmschichtbildung.
Der geringe Wartungsaufwand durch wenige Verschleißteile sowie die erhöhte betriebliche Flexibilität bei wechselnden Substratzusammensetzungen sind weitere Vorteile. Die bedarfsgerechte Substratzufuhr ermöglicht zudem eine dynamische Anlagensteuerung zur Unterstützung der Netzstabilität.
Quelle: Wangen






