Das Kunststoff-Zentrum SKZ entwickelt gemeinsam mit Industriepartnern einen kontinuierlichen Prozess zum Recycling von Siliconelastomer-Abfällen. Dabei werden die Silicone in einem Planetwalzenextruder zu Monomeren depolymerisiert, aus denen sich neue Silicone synthetisieren lassen.
Die Herstellung von Siliconen ist energieintensiv, wobei die Produktion von metallurgischem Silicium für die Synthese der Monomere rund 66 Prozent der anfallenden Treibhausgase verursacht. Gleichzeitig sind Silicone aufgrund ihrer Biokompatibilität, Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit sowie Witterungsresistenz in Schlüsselbranchen wie Medizintechnik, Energietechnik, Automobil- und Elektroindustrie unverzichtbar.
Anspruchsvolles Recycling
Da es sich bei Siliconen um chemisch vernetzte Materialien handelt, ist das Recycling besonders anspruchsvoll. Ein kontinuierliches Depolymerisationsverfahren im technischen Maßstab existiert bislang nicht und soll am SKZ erstmals im Labormaßstab umgesetzt werden. Ziel ist die Rückgewinnung direkt verarbeitbarer Monomere, wodurch der Bedarf an Neuware sinkt.
Partner im Projekt sind Entex Rust & Mitschke, Mercodor Sondermaschinenbau und Wacker Chemie. Das Vorhaben läuft von August 2025 bis Juli 2028 und wird über das 8. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung gefördert.
Quelle: SKZ






