Richard Geiss hat am Standort Offingen eine neue Ventilbodenkolonne in Betrieb genommen und dafür rund 750.000 Euro investiert.
Die 26 Meter hohe Anlage mit 50 Böden ersetzt eine ältere Füllkörperkolonne und steigert die Trennleistung bei der Lösemittelaufbereitung erheblich. Den kompletten Austausch erledigte das Unternehmen in Eigenregie innerhalb von nur drei Wochen von der Demontage bis zur Inbetriebnahme im August 2025. Besonders beeindruckend: Die Umstellzeit zwischen verschiedenen Lösemitteln schrumpfte von acht Stunden auf eine Stunde, was deutlich mehr Flexibilität bei Kundenanfragen ermöglicht.
Flexiblere Anlage
„Wir bekommen viele verschiedene Stoffe in kleinen Chargen zur Aufbereitung“, erklärt Geschäftsführer Bastian Geiss den Bedarf an schnellen Wechseln. Die Anlage arbeitet im Bereich brennbarer und leicht entzündlicher Lösemittel; dem mengenmäßig größten Segment des Recyclers. Neben der besseren Stofftrennung punktet die neue Kolonne auch bei der Nachhaltigkeit: Eine verbesserte Isolation minimiert Wärmeverluste, während ein modernes Energiemanagement den Verbrauch in Echtzeit erfasst. Diese Daten fließen direkt in die Berechnung des Product Carbon Footprint ein, den Richard Geiss als erster Hersteller für jedes Rezyklat individuell ermittelt. Mit nun zwölf Destillationskolonnen in Offingen kommt das Unternehmen seiner Vision CO2-neutraler Lösemittel wieder einen Schritt näher.
Quelle: Richard Geiss






