Ab 2027 werden synthetische Kältemittel mit F-Gasen großenteils verboten, da sie das Klima schädigen und persistente PFAS-Chemikalien enthalten.
Ein Kilogramm synthetisches Kältemittel verursacht bis zu zwei Tonnen CO2-Äquivalent. Die enthaltenen Fluorverbindungen wie Trifluoressigsäure sind in der Umwelt nicht abbaubar und wurden bereits im Trinkwasser nachgewiesen. Natürliche Kältemittel wie Propan R290 stehen als Alternative bereit, stoßen in der Schaltschrankkühlungsbranche aber auf Widerstand. Hauptargument der Kritiker ist die Brennbarkeit von R290 (Klasse A3).
Dabei wird übersehen, dass auch das fluorierte Ersatzmittel R1234yf brennbar ist (Klasse A2L) und im Brandfall hochgiftige, ätzende Gase freisetzt. R290 hingegen ist ungiftig. Propan kommt seit Jahrzehnten im Haushaltskühlschrank mit bis zu 100 g Füllmenge, in Gebäudewärmepumpen mit bis zu 2 kg und in Grillgasflaschen mit bis zu 11 kg zum Einsatz. Branchen wie Lebensmittelindustrie, Labortechnik und die Deutsche Bahn arbeiten ebenfalls mit R290.
Seifert Systems bietet als erster Hersteller ein Schaltschrankkühlgerät mit weniger als 100 g R290 an. Diese geringe Füllmenge erlaubt den uneingeschränkten Lufttransport. Das Gerät Slimline Neo wird vom TÜV Nord geprüft und ist wegen seiner Sicherheitsmerkmale zum Patent angemeldet.
Quelle: Seifert






