BASF investiert an seinem Stammwerk Ludwigshafen in ein Wärmepumpensystem. Ziel ist es, Abwärme aus einer der größten Produktionsanlagen an dem Chemiestandort – dem Steamcracker II – als thermische Energiequelle zu nutzen, um CO2-freien Dampf zu erzeugen.
Der Einsatz des emissionsfreien Dampfs in der Ameisensäureproduktion hat das Potenzial, die dort entstehenden Treibhausgasemissionen künftig um 98 % zu reduzieren. Herzstück eines der weltweit leistungsstärksten Wärmepumpensysteme sind die Komponenten von Piller Blowers & Compressors.
Die Maschinen aus der VapoLine-Serie von Piller verdichten dampfförmige Abwärme aus industriellen Prozessen effizient und bringen diese so auf ein nutzbares Temperaturniveau – die Grundlage der Wärmepumpenfunktion. Piller liefert 6 VapoFlex-Maschinen (Zug 1) und 5 weitere VapoFlex (Zug 2) – zur Dampferzeugung. Insgesamt handelt es sich um eine Anlage mit 11 Verdichterstufen inklusive der elektrischen Antriebssysteme und der entsprechenden Zubehörkomponenten. Die Auslieferung ist für Mitte 2026 geplant. Das System erfordert höchste Verdichterleistung und wird circa 500.000 Tonnen Dampf pro Jahr verdichten.
Neben den technologisch anspruchsvollen Maschinen mit Laufraddurchmessern von bis zu 2,25 m ist das System mit einer modernen Betriebspunktüberwachung ausgestattet. Dabei wird der Betreiber informiert, wenn Grenzbereiche erreicht oder überschritten werden, um höchste Maschinenverfügbarkeit sicherzustellen. Gemeinsam mit dem Anlagenbauer GIG Karasek wird das Projekt bei BASF realisiert. Das CompriVAP-System von GIG Karasek vereint die bewährten Komponenten Plattenfallfilmverdampfer, Flash-Tank und die Piller-Verdichterkaskade zu einem wegweisenden technologischen Gesamtkonzept.
Dank seines hybriden Designs erzeugt es vollständig sauerstofffreien Dampf und nutzt reines Wasser als sicheres, umweltverträgliches Arbeitsmedium. Die flexible Fahrweise mit stufenloser Teillastfähigkeit und strompreisoptimierten Start-Stopp-Zyklen ermöglicht einen wirtschaftlichen Betrieb, während intelligentes Condition-Monitoring die Verfügbarkeit erhöht und den Wartungsaufwand reduziert.
Quelle: Piller






