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Einer für alles: Vega geht neue Wege bei Radarsensoren

01.03.2022
von Redaktion VERFAHRENSTECHNIK

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Mit dem Vegapuls 6X hat Vega eine Zäsur eingeleitet. Seit 1. März 2022 gibt es bei den Spezialisten aus dem Schwarzwald quasi nur noch diesen einen Radarsensor, der für alle erdenklichen Füllstand­messungen konfiguriert werden kann. Anwendern verspricht das eine deutliche Vereinfachung gegenüber der Auswahl aus unzähligen Standprodukten. Dem Wettbewerb sieht man sich damit drei bis fünf Jahre voraus.

Füllstandsensoren sollen Anwendern das Überwachen ihrer industriellen Prozesse erleichtern. Doch deren Auswahl kann aufgrund der nahezu grenzenlosen Anzahl an verschiedenen Typen schon mal zur Tortur werden. Das haben sich die Verantwortlichen bei Vega zu Herzen genommen und mit dem Vegapuls 6X einen Radarsensor entwickelt, bei dem Einfachheit und Sicherheit an erster Stelle stehen.

„Letztlich zählt nicht der Sensor, sondern was die Anwender damit in ihren Prozessen erreichen können“, sagt Florian Burgert (links im Bild), der die Entwicklung als Produktmanager von Beginn an eng begleitet hat. „Es ist Zeit, den Markt zu verändern“, pflichtet ihm sein Kollege Jürgen Skowaisa (rechts im Bild) bei und betont. „Es gibt keinen Grund, weiter die bisherigen Sensoren zu bestellen.“ Selbstbewusst geht er davon aus, auf Anhieb circa 80 bis 90 Prozent aller denkbarer Anwendungen abdecken zu können. „Der Rest folgt innerhalb eines Jahres“, verspricht Geschäftsführer Günter Kech, der den Wettbewerbsvorteil auf Nachfrage von „Verfahrenstechnik“ auf drei bis fünf Jahren beziffert.

Diese Überzeugung kommt nicht von ungefähr. Mit Einführung der 80-GHz-Technologie ist dem Unternehmen aus Schiltach im Schwarzwald 2016 schon einmal ein Coup gelungen. Mit mehr als einer Million installierter
Radarmessgeräte zur Füllstandmessung reklamiert man heute die Marktführerschaft für sich. Allein 2021 seien gut 100.000 kompakte Vega-Radarmessgeräte als „die besseren Ultraschallmessgeräte“ installiert worden.

Doch zum 1. März folgte nun eine Zäsur des bewährten Portfolios. Seit diesem Datum gibt es auf der Unternehmenswebsite nur noch den einen konfigurierbaren Sensor Vegapuls 6X. 6X steht dabei in guter Tradition der erfolgreichen 60er-Baureihen. Ein Konfigurator führt Anwender online durch die Auswahl. In Echtzeit visualisiert dieser die Eingaben. Dabei müssen die Kunden keine Abstriche machen. Auch nach der Reduktion auf nur noch einen Radarsensor sind weiterhin sämtliche bisher verfügbaren Frequenzen und Antennen, Elektroniken und Anschlüsse etc. an Bord.

Neu ist, dass es nun auch 80-GHz-Technologie mit SIL-Zulassung gibt. Sowohl die Anzahl „sicherer, unentdeckter Ausfälle liegt nach Untersuchungen von Vega mit 158 deutlich unter dem Mittelwert von 1.200 anderer Geräte am Markt, als vor allem auch die Anzahl „gefährlicher unentdeckter Ausfälle“ (44 gegenüber 110). Möglich werde dies durch eine sehr gute Selbstdiagnose. Aufgrund der Eingaben in den Konfigurator entscheidet dieser übrigens, ob es sich um eine sichere Anlage handelt oder nicht.

„Die Gewissheit, mit der Sensorwahl nicht nur schneller zum Ziel zu kommen, sondern auch sicher die beste Lösung einzusetzen, macht im Alltagsgeschäft den Unterschied“, sagt Burgert. Neben der SIL-Zertifizierung ist auch das Thema
Cybersecurity vollständig abgedeckt:
Konform nach IEC 62443-4-2 werden die Anforderungen an sichere Kommunika-
tion und Zugangskontrolle erfüllt. Vielfach könne der Vegapuls 6X schon ab Werk bis ins Detail fertig eingestellt werden.

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