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Branche mit Potential in schwierigem Umfeld

AIM-Trendbarometer

25.11.2024
von Redaktion VERFAHRENSTECHNIK

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Der AIM-D befragt seine Mitglieder regelmäßig über ihre Sicht auf die Entwicklung der AutoID-/AIDC-Märkte, zusammengefasst im AIM-Trendbarometer (Bild: Lumina Images – Stock.adobe.com).

Der Industrieverband AIM-D befragt seine Mitglieder im halbjährlichen Turnus über ihre Sicht auf die allgemeine Geschäfts- und Marktentwicklung sowie die Entwicklung der AutoID- / AIDC-Märkte im Besonderen.

Trotz zahlreicher anhaltender Krisen – seien es die ökonomischen wie abgeschwächte Nachfrage, die Zurückhaltung bei Projekten und Investitionen, die Energiepreise und der Fachkräftemangel oder die globalen, politischen wie der Ukraine-Krieg und die Lage in Nahost – bieten die Ergebnisse der aktuellen Befragung der AIM-Mitglieder im 2. Halbjahr 2024 nach wie vor keinen Anlass zu ernsthaften Sorgen. Sie reflektieren die achtsame Stimmung einer Branche, die natürlich auch mit Rückschlägen konfrontiert, insgesamt aber nach wie vor gut bis sehr gut aufgestellt ist – auch für die Herausforderungen, die da kommen: fortschreitende Digitalisierung (IoT / IIoT), zunehmende Automatisierung, autonome Prozesse, Robotik, KI und, nicht zu vergessen, der DPP.

Es geht sanft bergauf

Peter Altes, Geschäftsführer, AIM-D e.V., Lampertheim, kommentiert wie folgt: „Die Ergebnisse des AIM-Trendbarometers im zweiten Halbjahr 2024 stehen – wie nicht anders zu erwarten war – immer noch im Zeichen zahlreicher Krisen und Herausforderungen. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2024 (knapp 75%) berichten aber immer noch über 60% der Unternehmen von einer verbesserten oder zumindest gleichgebliebenen Geschäftsentwicklung der AutoID-Märkte; bedauerlicherweise“, so Altes weiter, „fällt die Zahl derjenigen, die eine Eintrübung der Märkte sehen, mittlerweile höher aus.“

Altes freut sich deshalb insbesondere darüber, „dass sich die Mitglieder ihre Stimmung nicht durch die aktuelle Lage trüben lassen und in der einen oder anderen Krise durchaus auch Chancen sehen – was durch die Erwartungshaltung von rund 90% (65% im Vergleichszeitraum) hinsichtlich einer Stabilisierung oder gar Verbesserung der Lage für 2025 angezeigt wird.“

Branchenrelevante Themen

Anders als in der Vergangenheit werden die AIM-Mitglieder seit diesem Jahr im zweiten Halbjahr nicht mehr nach ihrer Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage insgesamt, ihrem Investitionsverhalten oder zur allgemeinen Marktentwicklung einzelner AutoID-/IDCTechnologien wir Barcode, QR-Code, RFID, NFC, RTLS oder Sensorik befragt, sondern zu für die Branche relevanten Themen, technologischen Entwicklungen und eigenen Nachfrage-Erfahrungen.

HIER lesen Sie die Einzelergebnisse

Welche technologischen Entwicklungen, Standards und gesetzlichen Regelungen werden in Zukunft für Ihr Unternehmen an Bedeutung gewinnen?

  • KI (25%)
  • Cybersecurity (23%)
  • Anti-Counterfeiting (8%)
  • Datenräume für Industrie 4.0 (13%)

stehen dabei ganz oben; darüber hinaus wird erwartungsgemäß der Digital Product Passport (DPP) mit über 20% genannt.

Dies zeigt, dass die großen Themen der Wirtschaft auch vor der AutoID-/AIDC-Branche nicht nur nicht halt machen – sondern sicherlich auch Chancen generieren, da in den genannten Bereichen nahezu nichts ohne AIDC- / AutoIDTechnologien läuft. Diese Ergebnisse korrespondieren mit den Ergebnissen auf die folgende Frage (Mehrfach-Nennungen möglich):

Welche neuen Technologien werden in Zukunft für Ihr Unternehmen an Bedeutung gewinnen?

Hier wurden erneut die großen technologischen Strömungen und Herausforderungen genannt:

  • KI
  • Robotik
  • Big Data
  • Cyber-Security DPP

aber auch kurzfristige Aufgaben für die Branche: das Zusammenwachsen mit komplementären Technologien wie BLE, LoRaWAN, Lidar (3D-Laser-Scanning) und Vision – sowie ganz konkret Themen wie Digitaldruck, Smarte Kameras und e-Rechnungen.

Eine verstärkte Nachfrage für einzelne Technologie-Bereiche hat sich vor dem Hintergrund dieser Gesamtlage wie folgt eingestellt:

  • Optische Identifikation: 11% (Erwartung: 40% im Vergleichszeitraum vor einem Jahr)
  • Kennzeichnung: 7% (33%)
  • RFID & NFC: 27% (70%)
  • RTLS: 5% (24%)
  • Sensorik: 10% (27%)
  • Bluetooth: 6% (15%)
  • Vision Systems: 4% (15%)

Schaut man sich diese Gegenüberstellung der erwarteten Nachfrage-Entwicklung aus dem letzten Jahr und der aktuell eingetretenen Nachfrage an, sind die Ergebnisse auf die Schlussfrage des AIM-Trendbarometers fast schon folgerichtig. Dort wurde gefragt:

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie für Ihr Unternehmen aktuell und zukünftig?

Gesetzliche Regeln und Vorschriften sehen mit 35% über ein Drittel der Unternehmen; die Arbeitsmarktsituation (22%) und Probleme mit der Lieferkette (8%) sehen ebenfalls rund ein Drittel der Unternehmen als zentrale Schwierigkeiten.

Dazu kommen die Herausforderungen technologischer Innovationen (13%) und deren Umsetzung in marktfähige Produkte mittels Standardisierung (14%) – also in Summe auch über ein Viertel aller befragten Unternehmen.

Resümee

„Dessen ungeachtet“, so das Resümee von Altes, „ist und bleibt die Automatisierung der Prozesse und Digitalisierung der Wertschöpfung insgesamt, also die Unterstützung von Industrie 4.0 und dem (Wireless) Internet of Things (IoT / IIoT) Kernkompetenz der AIDCCommunity, die sich mit aller Kraft in diese Prozesse einbringt. Die AIDC-/AutoIDTechnologien sind – meist unsichtbar – Enabling Technologies für Automatisierung und die Gestaltung autonomer Prozesse in Produktion, Logistik und den meisten anderen Branchen.

Und diese Entwicklung ist trotz einer sicherlich eher schwierigen ökonomischen und fragilen weltpolitischen Lage ein kleiner Hoffnungsschimmer für die AutoID-Branche und somit ihre Märkte.“

Quelle: AIM-D (Bild: Lumina Images – Stock.adobe.com)

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