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High-Performance-Armatur sorgen für Erhöhung der Standzeit

HP-Klappe für mehr Prozesssicherheit in der Speiseölraffination

30.06.2023
von Redaktion VERFAHRENSTECHNIK
Die Verwendung einer High-Performance-Klappe der Serie HP mit wechselbarem Verschleißring stellt laut Ebro eine sichere Lösung für die Speiseölraffination dar

Der Hagener Spezialist für Industriearmaturen, Ebro Armaturen, hat für die Speiseölraffination die Standzeit der Armatur in Druckplattenfiltern um ein Vielfaches ermöglicht. Die Verwendung einer High-Performance-Klappe der Serie HP mit wechselbarem Verschleißring stellt laut Unternehmen aktuell die beste technische Lösung für diese Anwendung dar.

Ebro ist sich sicher, das die HP-Klappe die Prozesssicherheit erhöht, die Ausfallzeiten deutlich mindert und zudem für eine Verlängerung der Gesamtlebensdauer sorgt sowie eine deutliche Senkung der Betriebskosten ermöglicht. Diese Lösung bietet sich laut Hersteller auch in allen weiteren Prozessen, wo Druckplattenfilter zum Einsatz kommen, an.

Prozesse mit Bleicherde sorgen für hohen Verschleiß

In der Speiseölraffination kommt dem Bleichprozess eine wichtige Funktion zu: Neben der Entfernung unerwünschter Farbstoffe (Trübung) werden auch weitere Verunreinigungen, durch Zugabe von Bleicherde, gebunden und anschließend aus dem Speiseöl entfernt.

Zur anschließenden Abspaltung der Bleicherde wird das Speiseöl-Bleicherde-Gemisch in Druckplattenfilter geleitet. Nun wird der Behälter verschlossen und ein Innendruck erzeugt. Dadurch kann das gereinigte Speiseöl durch eine spezielle Leitung zur weiteren Verarbeitung abgeleitet werden und die Bleicherde setzt sich an den Oberflächen der Plattenfilter ab. Die Anhaftungen von Bleicherde werden dann durch mechanische Bewegung von den Filterplatten gelöst und fallen nach unten. Im Bodenbereich wird dann die sogenannte Ablass-Armatur (Abmessungen von DN 400 bis DN 800) geöffnet und die Bleicherde kann nun entfernt werden. Das verbleibende Bleicherde-Öl-Gemisch mit einem geringen Öl-Anteil, etwa 5 – 8 % ist höchst abrasiv, was zu einem hohen Abrieb an den Kontaktflächen der Armaturendichtung führt. Dieser Prozess erfolgt in der Regel mehrfach täglich und in dem mehrstufigen Prozess kommen meist mehrere Druckplattenfilter zum Einsatz

Die Standardlösung

 Als Standardlösung hat sich eine Absperrarmatur mit Elastomer-Manschette und zentrisch gelagerter Welle als Ablassarmatur etabliert. Diese Lösung ist zwar vergleichsweise preiswert, bringt aber eine Reihe von Nachteilen mit sich, sodass der Einsatz für diese Anwendung genauer betrachtet werden darf.

Ein gravierender Nachteil ist die Standzeit der Elastomer-Manschette. Die hohe Abrasivität des Mediums gepaart mit der Schalthäufigkeit verlangt eine Revision innerhalb von ein bis zwei Jahren. Anschließend muss die komplette Armatur ausgebaut werden, um die Manschette mit hohem Aufwand zu wechseln. Ein besonders hohes Risiko liegt auch im vorzeitigen Versagen der Manschette. Wenn diese reißt, kommt es aufgrund des Drucks in dem Druckplattenfilter schlagartig zu einer vollständigen Entleerung des Behälters durch die defekte Manschette. Das hat zur Folge, dass eine komplette Charge (ca. 30 – 40 m³) austritt oder verloren wird und einen komplexen und aufwändigen Reinigungsprozess erfordert. Ein solcher Vorfall führt zu einem sofortigen ungeplanten Anlagenstillstand, der zeitintensiv und teuer ist. Daher wird zur Vorbeugung eine regelmäßige Druck-Prüfung der Armatur dauerhaft empfohlen. Diese Nachteile sorgten dafür, dass von Betreiberseite der Wunsch nach einer sicheren und dauerhaften Systemverbesserung an Ebro herangetragen wurde.

Die Ebro-Lösung

 Seit fast einer Dekade hat sich laut Ebro der Einsatz der High-Performance-Armaturen HP 111 (Zwischenflanschklappe) und der HP 114 (Anflanschklappe) mit einem metallischen Inconel-Dichtsystem bei namhaften Betreibern von Ölmühlen bewährt.

Die doppelt exzentrische Lagerung der Klappenscheibe, hochwertige Materialien und die gute Verarbeitungsqualität sorgen auch bei den anspruchsvollen Einsatzbedingungen für eine verbesserte Betriebssicherheit. Die HP-Armatur ist in der Lage, die Nachteile einer weichdichtenden Armatur zu verdrängen und ihr Einsatz verlängert die Standzeit einer Ablass-Armatur auf mehrere Jahre. Gleichzeitig wird die Prozesssicherheit erhöht, denn sollte es durch Riefen in der Klappenscheibe zu Undichtigkeiten kommen, kann lediglich eine geringe Produktmenge (Tropfleckage) austreten. Der zuvor beschriebene schlagartige Ausfall einer weichdichtenden Armatur ist ausgeschlossen und die HP-Armatur kann bis zum nächsten geplanten Wartungszyklus weiterverwendet werden.

Quelle: Ebro-Armaturen

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