Safety-Logikeinheiten für spezielle Anforderungen

Genormt und flexibel

Bildquelle: Zander

Die Anforderungen an verbaute Sicherheitskomponenten in der Prozesssicherheit sind sehr vielschichtig und nehmen kontinuierlich zu. Unterschiedliche Ansprüche erschweren die normgerechte Absicherung einer Anlage, was sich in einem enormen Kosten- und Zeitaufwand widerspiegelt. Sicherheitskomponenten, die gezielt alle für den Anwender benötigten Baumusterprüfungen aufweisen, erleichtern die Planung ungemein. Die Maschinenrichtlinie 2006/43/EG bildet das Fundament für die Maschinensicherheit.
Diese verfolgt das Globalziel, ein einheitliches Schutzniveau für das Inverkehrbringen von Maschinen im europäischen Wirtschaftsraum sicherzustellen. Auf Basis der Maschinenrichtlinie sind im Jahre 2007 Normen definiert worden mit dem Ziel, die Sicherheit von Maschinen zu bewerten. Diese Normen lassen sich in A-, B- und C-Normen unterteilen. So ist im Maschinenbau als generelle anwendungs-und technologieunabhängige A-Grundnorm die DIN EN 61508 zu nennen. Diese beschreibt die funktionale Sicherheit sicherheitsgerichteter Systeme. Hierunter fallen die sektor- und anwendungsspezifischen Maschinennormen DIN EN Normen 13849-1 (Sicherheit von Maschinen – sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen) und IEC 62061 (Sicherheit von Maschinen – funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener, elektrischer, elektronischer und programmierbar elektronischer Steuerungssysteme). Eine Ebene darunter befinden sich die anwendungsspezifischen Normen, sogenannte C-Normen: Hier ist beispielsweise die industrielle DIN EN 746-2 speziell für die Sicherheit von industriellen Thermoprozessanlagen zu nennen.
Wird der Ansatz über die Prozessindustrie verfolgt, ist häufig die Störfallverordnung (12. BimSchV 2000) die rechtliche Grundlage. Hier heißt es u. a. unter §3 „Die Beschaffenheit und der Stand der Anlagen müssen dem Stand der Sicherheitstechnik entsprechen“. Auch hier wird auf die sicherheitsrelevanten Normen EN 61508 und insbesondere auf die DIN EN 61511 (funktionale Sicherheit sicherheitstechnischer Systeme für die Prozessindustrie) verwiesen. Die Normen sind komplex und abhängig von der Anlage bzw. der letztendlichen Anwendung. Generell haben anwendungsspezifische C-Normen Vorrang vor den Grundnormen. So sollten z. B. für industrielle Prozess- und Schmelzöfen die Normen EN 746-2 in Kombination mit DIN EN 510156-1 (elektrische Ausrüstung von Feuerungsanlagen) betrachtet werden.

 

 

 

Gepostet von: Redaktion

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