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Einsparpotenzial zu Papier gebracht

Einsparpotenzial zu Papier gebracht

Einsparpotenzial zu Papier gebracht

Zur Herstellung von Papier werden Unmengen an Wasser benötigt. Hier fallen Entsorgungskosten an, die einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. Das russische Papierwerk Archangelsk Pulp and Paper Mill, kurz APPM, stand vor einem solchen Problem und hat sich bei der Modernisierung seiner Anlage gegen die bisherige Lösung Bandpresse entschieden.

Bildquelle: Flottweg

Die Papierindustrie setzt große Mengen an Prozesswasser ein. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen an die Abwasserbehandlung und an eine energiesparende Abwassertechnik. Weil die Aufbereitung kostspielig ist, haben sich Papierhersteller weltweit in den letzten Jahren sehr engagiert, ihren Wasserbedarf zu verringern.

Grundsätzlich setzen sich Abwässer von Papierfabriken aus Resten der Faserstoffe oder Substanzen wie De-Inking-Chemikalien, Bleichmittel, Prozesschemikalien und Additiven zusammen. Sie zeichnen sich durch einen hohen chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) aus und werden überwiegend in werkseigenen Kläranlagen zunächst mechanisch und anschließend vollbiologisch aufbereitet. Dabei gehen aktuelle Studien davon aus, dass 75 % der Gesamtkosten bei der industriellen Abwasserreinigung die Entsorgung ausmacht. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor sind mit 21 % die Kosten für den Einsatz von Polymer. Lediglich 4 % entfallen auf die Energiekosten zum Betreiben solcher Entwässerungsanlagen. Diese Studien verdeutlichen, dass mit einer höchst effizienten Entwässerung massiv Kosten gespart werden.

Die Herausforderung

Vor eben diesem Problem standen Ingenieure 2015 in einem Papierwerk im russischen Archangelsk. Heute produziert Archangelsk P&P mehr als 350 Mio. Schulschreibhefte pro Jahr. Im Jahr 2015 wurde auch das neue Zellstoffwerk in Gang gesetzt, was in absehbarer Zukunft die Leistung der Produktion der hochwertigen Pappe auf 620 000 t/a erhöhen soll. In den letzten Jahren wurde wieder eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt und dadurch die Abführung der Schadstoffe in die Umgebung wesentlich reduziert. Eines der Projekte aus dieser Reihe war der Umbau der Kläranlage des Kombinats. Die dort bisher eingesetzten sechs Bandpressen hatten zwar noch Kapazitäten, erzielten jedoch nur noch mäßige Trennergebnisse von 18–22 % Trockensubstanz bei einem Zentrat von 200 mg/l.

 

 

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