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Effizienter im Verbund

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Anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Werk am Rhein“ im Dezember 2016 blickte der Anlagenverbund Chempark auf seine Erfolgsgeschichte zurück. Heute produzieren nach diesem Konzept rund 920 Firmen in 50 deutschen Chemieparks Produkte im Wert von rund 100 Milliarden Euro. Betriebe, die miteinander verbunden sind, können relativ einfach und kostengünstig Energie, Rohstoffe und Zwischenprodukte untereinander austauschen. Die dafür notwendige Infrastruktur unterstützt die Produktion von der Herstellung bis zur Entsorgung.

Bildquelle: Currenta

Zu diesem Optimum gehört auch eine produktionsnahe Kreislaufwirtschaft, die in Produktionsanlagen „auf der grünen Wiese“ in diesem Umfang nicht möglich ist. So zeigt die Herstellung von bis zu 300 000 t Toluylendiisocyanat (TDI) in einer Großanlage im Chempark Dormagen beispielhaft, wie Stoffe und Energien zwischen den Betrieben verschiedener Chempark-Partner fließen. TDI ist die Grundlage zahlreicher Schaum- und Kunststoffe. Das komplexe Molekül wird am Standort Dormagen in mehreren Schritten von unterschiedlichen Chempark-Partnern synthetisiert. Die Grundlagen der Synthese bilden letztendlich Erdgas, Erdöl bzw. Naphta sowie Luft, Salz und Strom. Aus denen erzeugen die Partner in mehreren Schritten Toluylendiamin (TDA) und Phosgen, die beide in der Gasphase miteinander zu TDI und Salzsäure reagieren. Dabei wird immer nur so viel Phosgen erzeugt, wie für die Reaktion benötigt wird.

Große Lagertanks sind für diesen Stoff, dank des Anlagenverbundes, nicht nötig, was die Produktion noch sicherer macht. Die Worldscale-Anlage passt von ihren Anforderungen an die Ver- und Entsorgung mit Chemikalien und Energien genau in den existierenden Anlagenverbund. Allein die Größe der Anlage machte Erweiterungen der vorhandenen Produktionskapazität erforderlich. Air Liquide baute einen Steam-Reformer, der aus Erdgas jährlich bis zu 120 000 t Kohlenmonoxid und rund 22 000 t Wasserstoff erzeugt. Beides Rohstoffe zur Synthese von Phosgen und zur Hydrierung von Dinitrotoluol.

 

 

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Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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