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Arbeitsschutz auf der A+A in Düsseldorf

Arbeitsschutz auf der A+A in Düsseldorf

Vom 5. bis 8. November geht es in Düsseldorf bei der A+A wieder um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ein Thema auf der Messe sind Notduschen: Geeignete Notduschen für Körper und Augen müssen immer dort vorhanden sein, wo potenziell gefährliche Arbeitsbereiche vorliegen – dazu verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz § 3 bzw. die Arbeitsstättenverordnung § 39. Notduschen für Produktionsanlagen und Labore sind in EN 15154 normiert. Es werden Körper- und Augenduschen jeweils mit und ohne Wasseranschluss definiert, die bei Bedarf eine ausreichende Menge an Flüssigkeit ohne Zeitverzögerung liefern. Nur so kann nach einem Kontakt mit gefährlichen Substanzen oder Verbrennungen die notwendige Erstversorgung sichergestellt werden.

Arten und Einsatzbereiche von Notduschen

Ausgehend von den betrieblichen Gegebenheiten können Notduschen für Körper und Augen oder eine Kombination aus beidem erforderlich sein. Dabei geben die Örtlichkeiten Aufschluss über die passende Montagemethode. Im Notfall entscheiden Sekunden, denn je rascher eine Chemikalie entfernt wird, desto geringe das Ausmaß möglicher Schädigungen. Deshalb ist eine einfache und sichere Bedienung durch den Verletzten selbst oder helfende Kollegen unerlässlich. Während das Vorhandensein von Notduschen vorgeschrieben ist, liegt die Auswahl im Sinne einer Risikobewertung in der Verantwortung des jeweiligen Betreibers. Hier lohnt sich ein lückenloses Vorgehen, denn selbst die beste Unfallverhütung kann Verletzungen und Verbrennungen nicht vollständig ausschließen.    

Gefahrenstoffe und Gefährdungen

Zwei europäische Verordnungen regeln der Gefährdungsbeurteilung im Umgang mit Gefahrenstoffen. Die (EG) Nr. 1272/2008 mit der gängigen Abkürzung CLP für Classification, Labelling and Packaging definiert Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien. Die (EG) Nr. 1907/2006, genannt REACH für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction beschreibt Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Das jeweilige Sicherheitsdatenblatt (SDB) bzw. Safety Data Sheets (SDS) dient der Kommunikation sicherheitsbezogener Informationen über Stoffe und Gemische. Das Dokument vermittelt dem Verwender notwendigen Daten und Umgangsempfehlungen und hilft, die erforderlichen Maßnahmen für Gesundheitsschutz, Sicherheit am Arbeitsplatz und Umweltschutz zu treffen.

Grad der Verletzung

Wie gravierend die Auswirkungen bei Kontakt mit chemischen Stoffen sind, hängt von der Art des Stoffes ab, sowie der Menge und Einwirkdauer der Kontamination. In Laboren sind Kontakt und Einwirkzeit oftmals nur von kurzer Dauer. In der Logistik, etwa bei Ladevorgängen oder beim sog. Löschen eines Containerschiffs, können Haut oder Augen im schlimmsten Fall mit erheblichen Mengen benetzt werden. Die Folgen der Verletzung können dadurch deutlich kritischer sein. Selbst bei sorgsamen Umgang, wenn bauseitig umfassende Maßnahmen getroffen sind und Schutzkleidung (PSA) verwendet wurde – zuverlässige Rettungseinrichtungen sind für den Notfall unverzichtbar!

Unentdeckte Keime

Verätzungen oder andere Verletzungen am Auge müssen rasch und mit sehr viel Flüssigkeit ausgewaschen werden. Der Gebrauch einer ansonsten praktischen, weil allerorts verfügbaren Handspülflasche ist dafür nicht ausreichend. Aus diesem Grund empfiehlt die BG der Chemischen Industrie dort die ausschließliche Verwendung fest installierter Augenduschen. Leider hat sich herausgestellt, dass eine nicht unerhebliche Gefahr durch die Verkeimung von stehendem Wasser besteht. Durch mangelnde Wartung  kann es zusätzlich zu mikrobiellen Infektionen kommen. Der Arbeitskreis Laboratorien empfiehlt deshalb die Erarbeitung eines Fragebogens zur Erfassung von Randbedingungen und eine Messung des hygienischen Zustandes von fest installierten Augenduschen. Auf diese Weise lassen sich Vorgaben für die Installation und Wartung zum hygienisch einwandfreien Betrieb ableiten.

Risikobewertung

Als erfahrener Hersteller von Notduschen stellt die Firma Haws eine Übersicht zur Identifizierung der geeigneten Ausrüstung gemäß Risikobewertung zur Verfügung. Den gängigen Gefahren im Industrie- und Laboreinsatz sind geeigneten Standardnotduschen zugeordnet. So sind die praktischen tragbaren Modelle für kleine Splitter oder Spritzer im Auge ideal. Diese verursachen typische Verletzungen in Lackier- und Schweißbetrieben, der Holzverarbeitung oder auf Baustellen. Für kleinere Zwischenfällen in Laboren mit verfügbarem Leitungswasser eignen sich Augen- und Gesichtsduschen. Immer dann, wenn der ganze Körper gefährdet ist, sind Körper- oder Kombinationsnotduschen unerlässlich. Solche Gefährdungen finden sich in Produktionsanlagen, Raffinerien und Chemiewerken. Sie unterscheiden sich je nach Einsatz im Innen- oder Außenbereich und sind bedarfsweise als barrierefreie Variante und auch frostbeständig erhältlich. Ebenfalls nützlich sind die Auflistung besonderer Eigenschaften von Gefahrenstoffen und das umfangreiche Zubehör zur individuellen Installation.  

Informationen zu den Produkten der Firma Haws gibt es auf der A+A am Stand C14 in Halle 7A.

Quelle: Haws

 

 

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Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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