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3-D-Druck in der Prozessindustrie

3-D-Druck in der Prozessindustrie

Knorpel, Knochen, Muskelgewebe, Nieren und jetzt sogar ein Herz aus dem 3-D-Drucker – wird die Medizin tatsächlich irgendwann in der Lage sein, diese Organe anstelle von Spenderorganen zu transplantieren? Es gibt vielversprechende Ansätze, aber bis wirklich einsatzfähige Organe gedruckt werden können, dürfte es noch Jahre dauern. Viel weiter ist die additive Fertigung – sprich der 3-D-Druck – bei „Ersatzteilen“ für Ingenieure. Hier verarbeiten 3-D-Drucker bereits Kunststoffe, Keramik, Metall, Beton und Glas zu ganz individuellen und hoch spezialisierten Bauteilen. Sogar komplizierte Geometrien können mit dem Verfahren in einem Stück und ohne großen Aufwand konstruiert werden.

In der Prozessindustrie werden die Vorteile der 3-D-Fertigung bereits genutzt: Ein Hersteller von Laborprodukten fertigt beispielweise die Metallkomponente eines Anschluss-Systems als komplette Einheit aus einem 3-D-Metall-Drucker. Das spart viel Zeit und reduziert das Gewicht der Komponente deutlich. Auch Pumpen und Armaturen werden mittlerweile schon mit der additiven Fertigung hergestellt – geräuschlos und sehr sparsam bei Energie- und Materialeinsatz. Dabei geht es im Moment noch hauptsächlich darum, Ersatzteile in kürzester Zeit und an jedem Ort der Welt zu produzieren.

Der 3-D-Druck hat ein großes Potenzial, und es gibt viele neue Verfahren, die hoffen lassen, dass sich die Fertigungsmethode etablieren wird. Dann könnten sowohl Mediziner als auch Ingenieure ihre revolutionären, gedruckten „Bauteile“ bedenkenlos einsetzen.    

(Editorial in der Ausgabe 5/2019 der VERFAHRENSTECHNIK)

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Veröffentlicht von

Eva Linder

Das Schöne an der VERFAHRENSTECHNIK ist für mich die Branchenvielfalt und die Nähe zum Anwender.

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